Der Vortrag von Rikola-Gunnar Lüttgenau, stellvertretender Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, beschäftigt sich mit Architektur und Wahrnehmung im Kontext der Ausstellungskultur. Interessierte sind zum nächsten Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung »Architektur WAHRnehmen« herzlich eingeladen.
Die Nationalsozialisten erschufen mit den Konzentrationslagern eigene, so nie zuvor gesehene Städte, die ihnen zum wichtigsten Instrument ihrer Gesellschaftspolitik wurden. Heute sind diese Städte der SS etwas völlig anderes. Ihre vergangenen Strukturen sind kaum noch sichtbar, zum Teil sollen sie nicht sichtbar sein. Wie kann Architektur heute – in der Gestaltung von Landschaft und von Ausstellungen angemessen auf die Vergangenheit verweisen?
Interessierte sind herzlich eingeladen.
Eckdaten des Vortrags »Wie zeigt man eine Dunkelzelle? – Vom Zeigen und Sehen in einem ehemaligen Konzentrationslager«
Rikola-Gunnar Lüttgenau (Weimar)
im Rahmen der Ringvorlesung »Architektur WAHRnehmen«
Dienstag, 12. Januar, 17 Uhr bis 18.30 Uhr
Audimax der Universitätsbibliothek Weimar, Steubenstraße 6, 99423 Weimar
Eintritt frei.
Hintergrund der Ringvorlesung:
»Architektur WAHRnehmen« ist der Titel einer Ringvorlesung, zu der die Professur Bauformenlehre der Bauhaus-Universität Weimar jeweils dienstags 17 Uhr im Wintersemester 2015/16 einlädt. Sie richtet sich neben Studierenden aller Fachrichtungen ganz bewusst an alle Architektur-Nutzer.
Wir verbringen den überwiegenden Teil unserer Zeit in Architektur und den Rest in ihrer unmittelbaren Nähe. Architektur beeinflusst uns wie kein anderer Umweltfaktor. Um Architektur in dieser Bedeutung zu begreifen, müssen wir sie zunächst wahrnehmen, - bewusst, mit all unseren Sinnen und im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Wahrnehmung beginnt mit Aufmerksamkeit, mit einem bewussten Akt der Zuwendung.
Über 15 Experten nähern sich dem Thema in einer Folge aus wöchentlichen Vorträgen interdisziplinär und von den unterschiedlichsten Ausgangspunkten aus. Unter ihnen sind Architekten, Politologen, Psychologen, Biologen, Bildhauer, Journalisten, Erziehungswissenschaftler, Geschichts- und Medienwissenschaftler. Sie kommen u.a. aus Zürich, Bern, Wien, Rotterdam, Dresden und Weimar.
Zusätzlich haben Studierende und Lehrende des Studienganges MediaArchitecture und des Bauhaus Film-Institutes zur Einsendung von Kurzfilm aufgerufen, die ganz individuell und auf künstlerischem Weg unsere diffuse Vertrautheit mit dem Thema in Frage stellen und die Heterogenität möglicher Zugänge zeigen. Die eingereichten Kurzfilme werden einzeln die Vorträge der Ringvorlesung eröffnen und kontrapunktisch als Einstieg begleiten.
Ziel der Vortragsreihe ist es, (wieder) zu lernen, Architektur wahrzunehmen, um zu erkennen, was gute Architektur ausmacht, über alle individuellen Präferenzen hinweg. Die Vortragenden sind aufgerufen, aus ihrer jeweiligen Perspektive Impulse für eine neue Baukultur zu geben, die den Menschen WAHR.nimmt.
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