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Making Mistakes

Making Mistakes. Exploring Concepts of Imperfection in Spatial Practice

Unvollkommenheiten, Störungen und Konflikte gelten oft als Defizite. Fehler, verstanden als Abweichungen von Normen oder erwarteten Ergebnissen, werden gemeinhin als etwas betrachtet, das korrigiert, gelöst oder vermieden werden muss. Doch trotz des unermüdlichen Strebens nach Perfektion treten Störungen und Fehler immer wieder auf, sind unvermeidlich und oft unvorhersehbar. Ein Fehler ist jedoch kein objektiver Zustand, sondern geprägt von kulturellen und psychologischen Konstrukten. Zweifel, Irritation und das Empfinden von Scheitern sind essenzielle Erfahrungen des Lernens und integrale Bestandteile jedes Forschungs- und Entwicklungsprozesses. Die gegenwärtige, übermäßige Standardisierung, starre Verfahren und die genormten Anforderungen in der Design- und Architekturpraxis stehen einer Fehlerkultur entgegen und situativen Wagnissen oder einer ergebnisoffenen Entwicklung im Weg. Angesichts dringender globaler Herausforderungen wie der Klimakrise, Ressourcenknappheit und sozialen Spaltungen könnte es jedoch entscheidend sein, bestehende Konventionen infrage zu stellen. Jenseits technologischer Innovationen und politischer Maßnahmen bedarf es ebenso der Entwicklung neuer Orientierungswerte, um die Produktion von Raum umzudenken. 
 
Making Mistakes untersucht, wie Fehler und Unvollkommenheiten als Chancen genutzt werden können, um neue ästhetische, funktionale und soziale Perspektiven zu schaffen. Statt Abweichungen zu bedauern, betrachten wir sie als untrennbaren und wertvollen Bestandteil des kreativen Prozesses und einer inklusiven architektonischen Praxis. Der Kurs kombiniert Gesprächsrunden und Exkursionen mit Materialstudien und praktischen Bau-Workshops - mit dem Risiko, dabei zu scheitern. Theoretisch und praktisch setzen wir uns mit nicht-standardisierten Ansätzen in der Architektur auseinander und setzen uns mit „open forms”, “glitches” und „intentional imperfections“ auseinander. 

In einem kollaborativen, prozessorientierten Ansatz werden die kreativen Potenziale erkundet, die sich aus  Kontrollverlusten, dem Akzeptieren von Co-Kreation, dem Aushandeln von Kompromissen und der Auseinandersetzung mit Eigenwilligkeit von Materialien und Strukturen entstehen. Dabei werden Werkzeuge und Strategien angewendet, um mit Unsicherheit und Improvisation umzugehen und Fehler bewusst in den Gestaltungsprozess zu integrieren und als Stärke zu begreifen. Making Mistakes hinterfragt traditionelle Vorstellungen von Schönheit, Autor*innenschaft und Perfektion und entwickelt Ausdrucksformen der Unvollkommenheit, um Räume zu produzieren, die interaktiver, nachhaltiger, zugänglicher und damit hoffentlich relevanter sind. 

Der Kurs richtet sich an Studierende und Absolvent:innen aus den Bereichen Architektur, Design, Stadt- und Landschaftsplanung, Bauingenieurwesen, Kunst, Szenografie, Theaterwissenschaften sowie verwandten Disziplinien. Auch Praktiker:innen und Aktivist:innen, die sich mit Themen wie Bestandserhaltung, urbaner Praxis und Transformattion auseinandersetzen (möchten), sind willkommen.

Teilnahnmevoraussetzungen:

  • Grundlegendes Verständnis von Architektur, Kunst im öffentlichen Raum, urbaner Praxis oder verwandten Disziplinen 
  • Bereitschaft zur interdisziplinären Gruppenarbeit 
  • Interesse an theoretischen und practice-based research Methoden 
  • Grundlegende handwerkliche Fähigkeiten (draußen im Freien) 
  • Gute Englischkenntnisse - Kurssprache (in spezifischen Kontexten und als punktuelle Ergänzung ist Deutsch und Portugiesisch möglich) 

Making Mistakes fungiert als Reallabor für resiliente Gestaltungsansätze, in dem sowohl theoretische als auch praktische Kompetenzen für due Transformation von wiederverwendeten vorhandener Strukturen vermittelt werden. Die Lernziele umfassen: 

  • Reflexion und Sensibilisierung für ästhetische, soziale und ökologische Aspekte des Bauens im und mit Bestand 
  • Förderung kollaborativer und transdisziplinärer Zusammenarbeit 
  • Stärkung der Improvisationsfähigkeiten und Reinterpretation von Materialien 
  • Vermittlung handwerklicher Fertigkeiten 

Die Kursgebühr beträgt 950 EURO.

750 EURO für Studierende & Alumni
390 EURO für BUW-Studierende

Die Kursgebühr enthält:

  • Orientierung & Betreuung
  • Kurs laut Beschreibung
  • (Lehr-)Materialien
  • Teilnahmeausweis
  • Mittagessen in der Universitätsmensa (Montag - Freitag)
  • Zertifikat
  • Internetzugang an der Bauhaus-Universität Weimar
  • Bibliotheksnutzung
  • Rahmenprogramm inklusive Exkursionen
  • freier Eintritt in Museen der Klassik Stiftung Weimar 

Bitte beachten Sie unsere AGB (Zulassungsbedingungen, Stornierungsbedingungen usw.)
 

Die Kursgebühr enthält nicht:

  • Reisekosten
  • Unterkunft
  • Versicherung
  • Zusätzliche Exkursionen

1. Anmeldung

Zunächst registrieren Sie sich in unserem System ► Anmeldung
Bitte beachten Sie dabei die Hinweise auf der Seite.
 

2. Dokumente

Bitte reichen Sie folgende Unterlagen bis zum 1. Mai 2025 ein:

  • CV

  • Letter of motivation 

NUR VOLLSTÄNDIGE UND KORREKT BEZEICHNETE BEWERBUNGEN WERDEN BERÜCKSICHTIGT!
 

3. Auswahlverfahren

Die Bewerber*innen werden zeitnah über die Auswahl per E-Mail informiert. Im Falle einer Zusage erhalten Sie gleichzeitig die Rechnung, die Sie innerhalb von zehn Tagen begleichen müssen. Andernfalls wird Ihr Platz weiter vergeben (Warteliste). 

Sollten Sie ein VISUM benötigen, empfehlen wir Ihnen dringend, sich jetzt schon über die Formalitäten zu informieren und einen Termin bei der zuständigen Botschaft zu vereinbaren.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

Mit dem Absolvieren eines Intensivkurses erhalten Sie ein Teilnahmezertifikat, ausgestellt von der Bauhaus Summer School.

Für den zweiwöchigen Kurs werden 3 Credit Points (ECTS) vergeben. Um 3 ECTS zu erhalten, sind mindestens 80% Anwesenheit und das Erfüllen der gestellten Aufgaben erforderlich. 

Klären Sie bitte unbedingt vor Ihrer Teilnahme, ob die Leistung von Ihrer Heimatuniversität anerkannt wird.

Falls Sie eine Benotung wünschen, müssen Sie dies unbedingt zu Kursbeginn mit der Lehrperson absprechen! Zusätzliche Leistungen können hierfür nötig sein.

Präsenzkurs

In Weimar
16.08 - 30.08.25

Join us in embracing failures, ambiguity, and mistakes as integral parts of a collaborative design process with recycled and as-found materials.

3 ECTS

Sprache

Die Kurssprache ist Englisch.